9. RG UNI OCTF am 13.11.2016 ab Aumühle (Berichte und Bilder)

Albert Ulbricht
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 100
Registriert: 21.02.2014, 19:10
Wohnort: 14776 Brandenburg

9. RG UNI OCTF am 13.11.2016 ab Aumühle (Berichte und Bilder)

Beitragvon Albert Ulbricht » 14.11.2016, 10:31

Lange standen Michael Nagel und ich allein auf der Anmeldeliste, aber je näher der Starttermin rückte desto voller wurde die Liste.Nach Anreise mit dem Auto war ich puenktlich zur Stelle und bereitete mich auf den Start vor.Es war ziemlich frisch aber windstill und das ist schon viel wert.Baerbel und Berthold machten sich schon mal allein auf den Weg.Sie ahnten wohl schon dass es keine leichte Strecke werden wuerde.Ich ueberlegte nicht lange, machte mich fertig und fuhr allein hinterher, ca 15 min vor dem offiziellen Start. Eine richtige Entscheidung wie ich später feststellen musste, da es nur eine Gruppe Marathonis gab und die waren zu schnell.Bald befand ich mich dann auf einem schmalem Trail dersich am Abhang entlangschlaengelte.Auch da war ich froh allein unterwegs zu sein , so konnte ich meine Spur finden ohne vom Vordermann daran gehindert zu werden.Ich gab für meine Verhaeltnisse ordentlich Gas und holte Baerbel und Berthold dann ein.Es war ja eine Streckenerschwernis durch umgestürzte Bäume und gefrorene Schlammpassagen angekündigt, das zwang den Einen oder Anderen doch dazu das Fahrrad ofter zu verlassen als beabsichtigt.Auch musste ich unter halb umgefallenen Bäumen durchfahren, trotz Nase auf dem Lenker rumste es manchmal ordentlich am Helm, gottseidank Helm.Eigentlich wollte ich gleich allein weiterfahren aber da standen wir drei plötzlichen vor einem mittels Zaun abgesperrtem Betriebsgelaende.Wir mussten runter zur Strasse und hatten wohl einen Abzweig verpasst.Ziemlich steiler unwegsamer Abhang, ich sagte ich suche einen Weg runter.Es war total umwegsam aber ich kampfte mich runter.Unten stand ich vor einem 2, 5 m hohem Maschendrahtzaun mit Tür, die allerdings mit einer Kette verschlossen war.Den Abhang wieder hoch ging nicht, also rüber.Das Fahrrad ueber den Zaun und von aussen angehängt, dann selber drüber und das Fahrrad wie ein Waeschestueck von der Leine genommen.Schon stand ich auf der bewussten Strasse und weiter ging es.Baerbel und Berthold haben eine bessere Lösung gefunden , um auf die Strasse zu galangen.Es waren nur kurze Strassenabschnitte, rein wieder ins Gelaende und Hoehenmeter geschrubbt.Michael Nagel hat unter diesem Gesichtspunkt eine hervorragenden Strecke ausgearbeitet.So erreichte ich den Endpunkt der ersten Stecke bei einer Baeckerei, wo sich ordentlich gestaerkt werden konnte.47 km mit 670 hm waren absolviert.Was ich noch nie hatte waren warme Finger.Mein Tipp für alle unter kalten Fingern leidenden: nichtschuetzende , teure Fingerhandschuhe , darueber gestrickte Fausthandschuhe von Aldi zu 2 Euro 50.Das hilft .
Den zweiten Track laden und weiter ging es.Es stellte sich heraus, dass Michael Gnade vor Recht ergehen ließ und den zweiten Teilabschnitt humaner gestaltete.Trotzdem passierte es nochmal das ich einen Abzweig verpasste, kein Proble, weiterfahren und so schnell wie moeglich wieder auf den Track stossen.Einen passenden Abzweig fand ich dabn auch, aber der Weg wurde immer schlechter bis er ganz aufhörte, ein paar hundert Meter vor dem Track, also runter vommRad und durch schwieriges Gelaende zum Track.Ich trete aus dem Dickicht, da rauschen die schnellen Jungs vorbei - wo kommst du denn her? Die vorgegebenen Hm laepperten sich nur langsam zusammen, also war das Ziel noch weit.Trotzdem war es nich leicht zu fahren .Halbgefrorene Schlammkuhlen mit Laub abgedeckt waren schon erschwerend.Trotzdem rueckte das Ziel immer naeher, aber es fehlten immer noch 150 hm.Die kamen dann auch nach einer Tunneldurchquerung ging esbergauf und dann nochmal zum Anfangssingletrail, mitlerweile von knapp 100 Startern aufgepfluegt. Da wachten meine mueden Lebensgeister wieder auf und ich bekam nochmal richtig Geschmack. Und dann das Ziel, die Hm abgearbeitet, total happy, was will man mehr.
Als Fazit möchte ich dem Veranstalter RG UNI HAMBURG mit allen Mitgliedern danken für diese schön-anstrengende Tour bedanken, es war ein Erlebnis auch den äußeren Bedingungen geschuldet.Ein Extradanke an Michael für die Strecke.Mir hat es Spass gemacht.
25 Vorangemeldete waren nicht erschienen,Michael Nagel bemängelte das ,weil dadurch Guides für die Gruppeneinteilung fehlten,
gefehlt hat auch Lars (Kosmonaut),deshalb gibt`s auch keine Bilder.
Zuletzt geändert von UweK am 17.11.2016, 17:22, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel angepasst.
Benutzeravatar
Dreckschleuder
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 985
Registriert: 17.09.2008, 16:07
Wohnort: Aumühle

Re: O - CTF der UNI HAMBURG

Beitragvon Dreckschleuder » 15.11.2016, 19:53

Hallo Albert,
vielen Dank für Deinen netten Erlebnis-Bericht von der Strecke. Insbesondere Deine Hinweise auf gefahrene Abstecher (einer mit Zaunquerung) haben mir ein breites Grinsen auf das Gesicht gemalt.

Klar, dass Du mit Deinen Schilderungen Erinnerungen an meine Pionier-Abfahrten wachgerufen hast, die darauf zielten, einen Rundkurs mit halbwegs direkter Streckenführung zusammenzustellen. Insbesondere auf dem Krümmel-Gelände hatte ich auch irgendwann gehofft, andere als die 4 offiziellen Durchgänge zu finden, um dann vor verschlossener Pforte unverrichteter Dinge zurückzufahren zu müssen.

Und Dein Verfahrer - wahrscheinlich vor Wotersen - deutet darauf hin, dass Du versucht hast, Dich routen zu lassen. Es gab mal vor langer Zeit einen Weg, der gerade durch das Waldstück führte..., leider auf vielen Karten noch im Urzustand enthalten.

--

Zurück zu den Anfängen: Am Freitag noch gab es unsere letzte Abfahrt und wir waren schockiert, wie sehr die Schneelast Äste und Bäume auf die Strecke geknickt hatten. Viele gebrochene Äste hatten wir von der Strecke gezogen , tiefhängende Äste von ihrer Schneelast befreit. An ein paar wenigen Stellen mußten unpassierbare Streckenabschnitte umgebaut werden. Auch ein Jagdgebiet wurde passiert.

Der Waldboden war nur im Sachsenwald richtig tief, ansonsten griffig und gut fahrbar. Lediglich die vielen Schmelzwasser-gefüllten Spuren und Pfützen zwangen immer wieder zum Spurwechsel. Am Sonntag sollte es keine Jagd mehr geben (Polizeireviere Geesthacht und Schwarzenbek). Und der angekündigte Frost bis Sonntag würde - so die Hoffnung, das Queren des Sachsenwaldes sogar etwas erleichtern. Die Veranstaltung könnte kommen. Nach Anpassung der Tracks konnte ich schließlich in der Nacht zum Samstag den Versand an die Teilnehmer anstoßen.

Am Veranstaltungstag selbst verlief der Aufbau dank vieler helfender Hände schnell und reibungsfrei. Für die Teilnehmer hatten wir Kaffee und Kuchen zur Stärkung bereitgestellt.

Insbesondere freuten wir uns, dass Teilnehmer zusammenfanden, sich als Gruppe bei mir abmeldeten, um frühzeitig aufzubrechen.
Für Albert hatte ich noch einen passend starken Mitfahrer, ich hatte leider nicht mitbekommen (und hätte es auch nicht für gut befunden), dass er frühzeitig und alleine auf die Strecke gegangen war.

So erklärte sich ein Fahrer der RG Uni bereit, bei den Marathonis die zweite Gruppe über die Strecke zu führen. Wegen der Kälte und geringer Starterzahl verzichtete ich darauf, auf einem längeren Startabstand zu bestehen, schickte sie zusammen auf die Strecke.

Auch bei den Fahrern der Fitnessrunde hatten sich schon einige Teilnehmer zu Gruppen verabredet und waren dann aufgebrochen. Die wenigen weiteren Teilnehmer hatte ich bald zusammen mit ein paar Streckenkundigen RG Uni Fahrern losgelassen, die dafür Sorge tragen würden, dass niemand alleine fahren mußte.

Was dann kam, war schon sehr ungewohnt... Nach ca. 45 Minuten waren die ersten Teilnehmer von der Strecke zurück, Schaltwerk kaputt. Die Pannenserie sollte bis in den Nachmittag hinein anhalten, weitere Abholeinsätze (der letzte ab Schwarzenbek mit eingerissenem Mantel) folgten.

Und auf der Straße nach Schwarzenbek kamen mir reichlich Teilnehmer auf der Straße entgegen, scheinbar erschöpft und mittels verteilter Nottracks auf direktem Rückweg zum Ziel.

Zurück im Ziel wurde ich dann von den Rückkehrern mit den doch überwiegend positiven Statements konfrontiert. Die Strecke war schön aber an diesem Tag hart zu fahren. Viele waren auf der anspruchsvollen Strecke an ihre Grenzen gekommen, wünschten sich fürs nächste Jahr eine kürzere Strecke.

Mal sehen, da geht bestimmt etwas...

Hier erst noch einmal vielen Dank an alle Teilnehmer fürs kommen!!! Und vielen Dank an alle helfenden Hände der Vereinskollegen der RG Uni Hamburg!
Freude am Radfahren!
Benutzeravatar
kocmonaut
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 521
Registriert: 06.11.2012, 21:50
Wohnort: Schleswig-Holstein

Re: O - CTF der UNI HAMBURG

Beitragvon kocmonaut » 15.11.2016, 21:55

Dieses Mal war Aumühle der Startort der OCTF der RG Uni. Aumühle ist eines der tausend "Denkmale" an Helmut, denn von hier aus startete er zu seiner letzten gemeinsamen Tour mit uns: die OCTF von Endspurt Hamburg vom 07.02.2016. Hier der link zu Helmuts letzter Live-Bericht-Erstattung (erwähntes Bilder-Album funzt aber nicht mehr): http://forum.helmuts-seiten.qumram-demo ... hp?t=10122

Wieso ich das hier extra erwähne? Ganz einfach: Es gibt nicht DIE Gedenk-Tour an Helmut, sondern deren viele Gelegenheiten. Auch wenn man hier und/oder da verhindert ist: Jeder findet seine Gelegenheit für seine Gedenktour.

Gleichzeitig nutze ich die Gelegenheit, passend für die OCTF der RG UNI Hamburg vom 13.11.16 Helmuts Worte vom 07.02.16 zu zitieren - und zu bestätigen:

"Michael sieht sich zu Recht in seinem Glauben bestärkt, dass man auch ohne Ausschilderung eine große CTF über die Bühne bekommen kann. Immer mehr Leute führen den Track mit sich, hier jeder Zweite. Leute wie ich ohne Navi finden problemlos jemanden, dem sie folgen können."

Damit das noch besser funktionieren kann als Dreckschleuder es sich wünscht, ist in der Umsetung in erster Linie der 'Teilnehmer' gefordert. Der 'Veranstalter' sorgt dabei lediglich für die Rahmenbedinungen. Und wenn Ihr mich fragt: wer den Pöschi gepudert haben möchte ist im Hundesalon besser aufgehoben als im Radsport.

Und auch wenn wir noch keine Bilder von dieser OCTF haben: Alberts wortreiche Schilderungen produzieren Bilder, so dass ich bei dieser OCTF trotz 'angemeldeter Abwesenheit' "gefühlt" dennoch dabei war.

Lars
Benutzeravatar
Wurzelwegtreter
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 300
Registriert: 28.02.2010, 10:33
Wohnort: 21493 Blackytown
Kontaktdaten:

Re: O - CTF der UNI HAMBURG

Beitragvon Wurzelwegtreter » 16.11.2016, 07:44

... und habe mir schon so was gedacht.
Auf den alten Bahndam in/bei Schwarzenbek kamen uns zwei Crossern doch eine ganze "Horde an Bikern" entgegen.
Höflich, wie wir immer sind, haben wir die "Meute" passieren lassen.

Ich hoffe, Ihr habt genauso viel Freude gehabt, wie wir zu zweit auf unserer 76km kurzweiligen Tour durch das Unterholz vom Herzogstum Lauenburg!

Tschüs aus BläckStoneStadt

Frank
was ist Rückwind?
www.Teamhamfelderhof.de
Benutzeravatar
Meyer-Zwo
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 89
Registriert: 31.10.2011, 19:22
Wohnort: Hamburg

Re: O - CTF der UNI HAMBURG

Beitragvon Meyer-Zwo » 16.11.2016, 19:52

Kurzbericht und Fotos sind online :Zwinkern: http://www.rg-uni-hamburg.de/
Karin
B-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 63
Registriert: 17.05.2011, 20:01
Wohnort: Hamburg

Re: 9. RG UNI OCTF am 13.11.2016 ab Aumühle (Berichte und Bilder)

Beitragvon Karin » 25.11.2016, 20:05

Als Nachtrag noch ein paar Bilder unser Frauengruppe "Hammaburg" mit Gast.

Im verschneiten Sachsenwald:
Bild

Ohne Schnee:
Bild

Belohnung in Tesperhude:
Bild

Viele Fotos von bs gibt es hier: https://photos.google.com/share/AF1QipO ... 1Ua3pVY2xR

Nochmal Danke an alle! Hat viel Spaß gemacht!

Zurück zu „Veranstaltungen im Gelände (z.B. CTF, CTF-O, geführte Permanente CTF)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast